Alles ist neu
Die ersten Wochen stehen für unsere Sextaner ganz im Zeichen der Orientierung
Der Schulbeginn ist für die neuen Sextaner eine besondere Herausforderung. Neue Mitschüler, neue Fächer, neue Lehrer. Für manche ein langer Schulweg, wenn der Wohnort zum Beispiel Greffern, Bietigheim, Forbach oder Loffenau heißt. So stehen die ersten Wochen ganz im Zeichen der Orientierung an der neuen Schule. Da geht es nicht nur darum, den Vertretungsplan lesen zu lernen und den Müll richtig zu sortieren. Auch ein Platz an der Tischtennisplatte will erobert sein.

Schon beim ersten gemeinsamen Gang durch das Schulgebäude stellt eine Schülerin fest: „Richtig verlaufen kann man sich hier ja nicht.” Also machen wir uns auch mit der Umgebung der Schule vertraut. Eine der ersten Erdkundestunden findet auf der Dachterrasse statt: Altes Schloss, Neues Schloss, Battert, Fremersberg, Merkur, Stiftskirche, Spitalkirche – alles neue Vokabeln für Kinder, die nicht aus Baden-Baden stammen.

Das achtjährige Gymnasium bringt auch Nachmittagsunterricht mit sich. Da bietet sich über die Mittagszeit ein gemeinsamer Ausflug zum Rheumazentrum schräg gegenüber an, denn hier können alle Schüler des Hohenbaden günstig ein reichhaltiges Dreigängemenü zu sich nehmen.

Noch fällt langes Stillsitzen schwer, aber bei einer Erkundung der näheren Umgebung können sich alle zwischendurch bewegen. Mit einem Stadtplanausschnitt bewaffnet, versuchen sich auch diejenigen Schüler und Schülerinnen zurecht zu finden, die nicht in Baden-Baden wohnen. Warum heißt der Platz Römerplatz? Ein Blick durch das Fenster zu den antiken Badruinen gibt Aufschluss. Die Bänke um den Brunnen beim Badischen Tagblatt in der Sofienstraße werden zum Klassenzimmer umfunktioniert. Am Ende müssen sich alle richtig beeilen, denn 45 Minuten gehen manchmal schneller um, als man denkt...

Fotos und Bericht: A. Hüper