Eindrücke vom Tag der offenen Tür 2011

Reporter in diesem Jahr: Klasse 10a

In diesem Jahr fand unser Tag der offenen Tür bereits am 26. Februar statt. Die Klasse 10a hatte im Rahmen eines Projekts zu journalistischen Darstellungsformen die Aufgabe, einige Veranstaltungen zu besuchen und Texte darüber zu schreiben. Dies ist das Ergebnis ihrer Arbeit.

Wer schon öfter unseren Tag der offenen Tür besucht hat, ist bestens mit dem Tag der offenen Tür 2011Veranstaltungsprogramm vertraut: In den jeweiligen Fachräumen werben wissenschaftliche Schulfächer mit kleineren Experimenten zum Ausprobieren, Sprachkurse versuchen mit Informationsveranstaltungen und Theaterstücken zu locken. In der Aula wird musiziert und zu festgelegten Zeiten kommt hier auch der Schulleiter Herr Kempf zu Wort. Ergänzt wird das alles mit Schulhausführungen – in diesem Jahr von der Klasse 8a unter der Regie von Herrn Ewinger – und dem Verkauf von Speis und Trank.

Doch wie in jedem Jahr machten neue Highlights das gewohnte Programm auch für alte Hasen vielfältig und attraktiv, so gab es dieses Mal zum Beispiel erstmals einen interaktiven Mittelaltersaal und einen „Park der Sinne”. Hier ein Rundgang durch das Haus:

Swingin' with Vocals

Als einer der ersten Punkte stand der Auftritt der Jazz-Combo auf dem Programm. Die AG, die von Achim Fessler geleitet wird, spielte fünf verschiedene Stücke aus dem Bereich der Jazz-Musik. Die Combo bietet schon seit vielen Jahren das Gegenstück zu den beiden anderen Musik-AGs, dem Orchester und dem Chor, die beide klassisch orientiert sind. Die elf Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassenstufen, die sich jeden Freitag mit Herrn Fessler treffen, um die Stücke zu erarbeiten, legten dieses Mal großen Wert auf die freien Improvisationen und auf die nonverbalen Absprachen während des Auftritts, sowohl von den Instrumentalisten, als auch von den zwei Sängerinnen. Achim Fessler saß am Klavier und führte das Publikum auch mit kleinen Anmoderationen zu den Songs durch den Auftritt. Im Anschluss an das Programm, welches als Begrüßung der Besucher diente, sprach Schulleiter Jürgen Kempf zum Publikum.

Vortrag zur Information der Eltern

Wie jedes Jahr hielt Herr Kempf einen Vortrag, der dazu diente, die Eltern der zukünftigen Fünftklässler über das Gymnasium Hohenbaden zu informieren und willkommen zu heißen. Tag der offenen Tür 2011 Dabei ging er von Anfang an auf die Eltern und deren Kinder ein und versicherte ihnen gleich, dass wir an unserer Schule darum bemüht sind, direkt an die Grundschule anzuknüpfen und so einen Umbruch zu vermeiden. Er vermittelte ihnen, was unsere Schule in seinen Augen besonders macht. Es habe für ihn oberste Priorität, dass die Kinder sich an der Schule wohl fühlen, gerne lernen und sich dadurch frei entfalten können, sodass jedes Kind seine eigene Persönlichkeit entwickeln kann. Hierbei betonte er besonders die Teamarbeit an der Schule, die zu einem positiven Zugang zum Lernen beitrage. Dazu gehöre zum Beispiel, dass es an unserer Schule viele Bezugspersonen gibt, an die sich Schüler und auch Eltern jederzeit wenden können. Und unsere freiwillige Schulkleidung soll das Zugehörigkeitsgefühl zur Schule stärken. Ein weiterer Punkt war, dass die Schüler vor allem in der Schule lernen würden und nicht zu Hause. Es solle in Zukunft ein Elternseminar stattfinden, um den Eltern zu zeigen, wie sie ihre Kinder unterstützen können, ohne ihnen ihre Selbständigkeit zu nehmen. Ein wichtiger Entscheidungspunkt für Eltern und Kinder sei die humanistische Bildung an unserer Schule. Latein sei ein Schlüssel zur europäischen Kultur und Geschichte und eine Basis für verschiedenste Bereiche. Um den Kindern einen Einblick in diese Sprache zu geben, kündigte Herr Kempf an, dass es eine Latein-Schnupperstunde geben werde. Anschließend ging er auf den ebenfalls hohen Stellenwert der Naturwissenschaften an unserer Schule ein. Für jüngere Schüler, deren Eltern ganztägig berufstätig sind, werde es eine Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung nach Absprache geben. Schließlich übergab er das Wort an Frau Schindler, die seit vier Jahren Elternbeiratsvorsitzende ist und ihre langjährige Erfahrung in der Rolle eines Elternteils gerne weitergeben wollte. Sie berichtete, dass sich in den letzten Jahren viel an der Schule getan habe; die Schulgemeinschaft sei besser als je zuvor und es werde immer miteinander gearbeitet und kommuniziert. Auch gebe es an dieser Schule viele außerschulische Aktivitäten, an denen die Schüler immer wieder Spaß hätten. Dass die Schule sehr übersichtlich ist und einfach jeder jeden kennt, führe zu ihrer allgemeinen Beobachtung, dass sich die Schüler hier immer wohl fühlten und zufrieden seien.

Klassen-Rap – Landschulheim-Rap

Ebenfalls in der Aula fand die Vorführung der Klasse 7a unter Leitung von Frau Schmid-Krempel statt. Die Schülerinnen und Schüler hatten zwei thematisch verschiedene Klassenraps selbst und in mühevollen Proben erarbeitet. Der Tag der offenen Tür 2011erste Rap handelte von dem Aufenthalt im Schullandheim der Klasse. Der Text war aus all den Landheimerlebnissen zusammenstellt; z.B. welche Ausweichmöglichkeiten es gab, als es regnete. Natürlich fehlte auch die musikalische Ausarbeitung nicht. Die Klasse teilte sich in drei Gruppen auf und diese übernahmen jeweils eine Instrumentengruppe. Die Kinder griffen hierbei beispielsweise auf Rasseln, Klavier und Trommeln zurück. In einem zweiten Stück rappten sie über ihre alltäglichen Schulerlebnisse. Dieser Rap war um einiges schneller und damit auch schwieriger als der erste. Hier gab es drei „Frontrapper”, die restliche Klasse blieb eher im Hintergrund und konzentrierte sich auf ihre Instrumente, die hier auch z.B. Trommeln, Rasseln oder Triangeln waren. Das Publikum, Besucher, Eltern, Geschwister und andere Mitschüler, war sichtlich begeistert und applaudierte lautstark. Die Schüler waren stolz auf das Resultat und merkten, dass sich die harte Arbeit gelohnt hatte.

Der Park der Sinne

Ein weiterer Programmpunkt war der „Park der Sinne” – ein Projekt der Klasse 7a mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Weber und Frau Kohler. „Fühlen, Riechen, Schmecken” war das Motto. Die Schüler hatten ein Klassenzimmer so umgebaut, dass man beim Hineinkommen in einer abgegrenzten Ecke stand und den Rest des Raumes nicht sehen konnte. Nun ließ man sich die Augen verbinden und von einem Schüler durch den Park führen. Mit einem Sinn weniger kommt man sich schon ganz anders vor und so war es gleichzeitig eine kleine Vertrauensübung, die Schüler waren aber sehr freundlich! Tag der offenen Tür 2011Nun wurde man an verschiedene Stationen geführt: Zunächst konnte man verschiedenste Gegenstände ertasten (Steine, Muscheln, Stroh, Tannenzapfen etc.). Dies war schwerer als erwartet und es wurde klar, wie sehr man sich normalerweise auf den Sehsinn verlässt. Für jeden erratenen Gegenstand gab es einen Punkt. Bei der nächsten Station konnte man, wenn man wollte, die Schuhe ausziehen und mit den Füßen tasten. Man wurde über verschiedene Felle und Teppiche und durch Kisten mit Steinen geführt. Anschließend konnte man mit der Station „Riechen” fortfahren, das fiel den meisten am schwersten. Es gab Pfeffer, Kaffee, verschiedene Blumensorten usw. Auch hier wurden für richtig erratene Gegenstände Punkte verteilt. Zum Abschluss bekam man ein Gummibärchen, dessen Farbe man erraten sollte, und eine Urkunde, auf der die erreichte Punktezahl vermerkt war. Insgesamt ein schönes Projekt für den Tag der offenen Tür, da es mal etwas ganz anderes war und gerade für die Jüngeren, vielleicht unsere zukünftigen Fünftklässler, gab es hier etwas zu erleben.

Interaktiver Mittelaltersaal bereichert Programmaufgebot

Der neue interaktive Mittelaltersaal der Klasse 7b mit ihrer Deutsch- und Geschichtslehrerin Frau Erxleben im zweiten Stock des Schulgebäudes entpuppte sich als vielseitiger Zeitvertreib für die Tag der offenen Tür 2011anwesenden Eltern und ihre Kinder und war dementsprechend gut besucht. Schon das Tafelbild mit Illustration sowie ein großes Burgmodell aus Pappe vermochten Neugierige zu locken. Wer sich dann vom Szenario einsaugen ließ und eintrat, konnte sich mit Hilfe von Schwert, Schild, Helm und Kettenhemd am eigenen Körper in die Zeit des Mittelalters zurückversetzen lassen. Natürlich gab es auch keinen Mangel an ergänzenden Informationen und so wurden sowohl selbst gestaltete Plakate als auch umfangreiche Bücher für die richtig Wissbegierigen unter den Besuchern ausgelegt. Alle Ausstellungsstücke waren irgendwo mit Aufgaben für Geist und Körper verknüpft. Wer die erfüllte, durfte sich dafür von den aufsichtführenden Schülern den „Ritterpass” verleihen lassen. Eine helfende Lehrkraft war zu der Zeit des Autorenbesuchs augenscheinlich weder anwesend, noch wirklich notwendig, da die jungen Organisatoren ihr Projekt alle im Griff zu haben schienen, und das trotz der zahlreichen Aktivitäten auf dem beengten Raum. Das Engagement und die Motivation der Schüler aus der jetzigen Unterstufe übertrug sich auf die Besucher und ließ bei den zukünftigen Sextanern Vorfreude auf ähnliche Projekte aufkommen.

Mathe knobeln – Erste-Hilfe-AG – Schulsanitätsdienst – Unterstufenkonzept

Frau Rübig und ihre Fünftklässler boten den Grundschülern in Raum 204 verschiedene mathematische Spiele an. Die Fünftklässler hatten in ihrem Klassenzimmer fünf verschiedene Stationen mit völlig unterschiedlichen Aufgaben, wie beispielsweise das „Problem des Monats” oder einen Mathekalender mit 24 Törchen aufgebaut. Aber auch Kinder, die nicht rechnen wollten, kamen in diesem Raum auf ihre Kosten, indem sie mit Zahnstochern und Knete geometrische Körper bauten. Zudem waren an jeder Station zwei Schüler, die beim Lösen der Aufgaben helfen und Tipps geben konnten. Wie ein Fünftklässler erzählte, war der Raum die ganze Zeit gut besucht, und für unsere Fragen hatte er deshalb leider keine Zeit. Auch die Stationen „Zahlenteufel”, bei der die Kinder Aufgaben mit Primzahlen lösen mussten, und die Mathesketche waren sowohl bei Viertklässlern als auch bei jüngeren Geschwistern sehr beliebt. Im Raum 204 waren aber nicht nur die Fünftklässler zu finden, sondern auch Fotoplakate von der Erste-Hilfe-AG und dem Schulsanitätsdienst sowie Informationsplakate zum Unterstufenkonzept und zum Übergang von der Grundschule auf ein Gymnasium.

Physikalische Experimente für jedermann – Ausstellung NwT und Naturphänomene

Tag der offenen Tür 2011 Tag der offenen Tür 2011

Auch im Physiksaal (R110) im ersten Stock wurde einiges geboten: Unter der Leitung der Mathematik- und Physiklehrer, Herr Hettinger, Herr Burkhardt und Frau Kohler, wurden Objekte und Arbeitsergebnisse verschiedener Klassen aus dem NWT-Fachbereich Astronomie und aus der Physik gezeigt. In der Astronomieecke waren – neben zahlreichen Plakaten zur Raumfahrt – unter anderem ein annähernd maßstabgerechetes Styropor-Modell des Sonnensystems und ein elektrisch betriebenes Tellurium zu besichtigen. In einer anderen Ecke standen kleine Fahrräder, die von der 6. Klasse im Rahmen des Naturphänomeneunterrichts gelötet worden waren.

Tag der offenen Tür 2011 Tag der offenen Tür 2011

An den Experimentiertischen zeigten Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 1 und der 8. Klassen verschiedenste Phänomene der Physik. Dabei konnten die Zuschauer überwältigende Effekte betrachten oder selbst Hand anlegen. Das Zusammenschweißen zweier Nägel mit durch einen Transformator erzeugten Starkstrom oder das Verändern von Metallen durch den heißen Kartuschenbrenner machten nicht nur bei den Grundschülern Eindruck, auch die vielen anderen Möglichkeiten der „Physik zum Anfassen” faszinierten die Besucher.

mikromakro präsentiert sich zum zweiten Mal im Gymnasium Hohenbaden

Unter den vielfältigen Präsentationen fand sich auch die Vorstellung des aus Zehntklässlern Tag der offenen Tür 2011bestehenden mikromakro-Teams. Ziel dabei ist es, innerhalb eines von der Landesstiftung Baden-Württemberg gebotenen finanziellen Rahmens eine Erfindung zu entwickeln und zu vermarkten. Im Gegensatz zum letzten Jahr, in dem man nur die Grundidee und einige Experimente zeigen konnte, lag diesmal bereits ein Prototyp – ein Türschließer – für die interessierten Besucher bereit. Um die Besucher in den Bann des mikromakro-Projekts zu ziehen, wurde per Beamer außerdem ein Fotostream aus dem Archiv des leitenden Mitglieds Marcus Kuntze an die Wand projiziert. Das rund zehnköpfige Team kann bei Erfolg im Erfinderwettbewerb auf etwas Geld und vielleicht auch Bekanntheit im Landkreis hoffen.

Der Kunstsaal

Im Kunstsaal waren Arbeiten von Schülern der fünften Klasse bis zur Kursstufe ausgestellt. Außerdem wurde den Besuchern die Möglichkeit zum Mitmachen geboten. Neben den aus Ton geformten „Igeln auf Reisen” und Arbeiten mit Naturmaterialien, wie Ästen und Moos, waren architektonische Arbeiten, Collagen und Frottagen der Kursstufe zu sehen. Besucher hatten bei der Aktion „Wir drucken uns ein Hoba” die Möglichkeit, selbst einen Prägedruck des Schullogos anzufertigen. Frau Bezler und Frau Kissel standen bei Fragen zum Fach Kunst Rede und Antwort.

Das Streitschlichter-Programm

Das Streitschlichter-Programm wurde im ersten Stock vorgestellt. Zugegen waren alle neuen Streitschlichter, die zur Zeit von Frau Hertweck ausgebildet werden: Leonie Schindler und Jaqueline Rapp aus der Klasse 9a und Leonard Dost, Aron Klotzbücher und Maike Peter aus der 8b. Sie stellten an diesem Stand ihre Aufgaben als zukünftige Streitschlichter vor und erläuterten anschaulich die Grundregeln, nämlich Neutralität und Vertraulichkeit, Einbeziehung aller Beteiligten und Vermittlung durch unparteiische Dritte.

Chansons et scènes de vie

Das Fach Französisch wurde in Raum 202 präsentiert. Zuerst sang die gesamte 9. Stufe des Gymnasiums die Champs Elysées. Danach folgten kleine Theaterstücke der Französischgruppen aus Klasse 8 und 9 – natürlich auch auf Französisch. Hierbei zeigten die Schüler, dass sie in der kurzen Zeit, in der sie nun Französisch als dritte Fremdsprache lernen, schon gute Sprachkenntnisse entwickelt haben. Die Sketche mit kleinen Szenen aus dem Alltag, einstudiert von Frau Mutter und Frau Bezler, waren amüsant und auch für „Nicht-Franzosen” verständlich. Ein Powerpoint-Vortrag zur Fahrt nach Camaret-sur-mer und Informationen über die DELF-Prüfung gaben weiteren Einblick in die Arbeit der Fachschaft Französisch.

„Roll”-Play der Klasse 5b

Tag der offenen Tür 2011

„Roll” (englisch für Küchenrolle) und „role” (englisch für Theaterrolle), zwei englische Wörter mit verschiedenen Bedeutungen, geschrieben sind sie auch leicht auseinanderzuhalten. Ganz anders ist das aber bei der Aussprache: Spricht man die Worte, so ist kein Unterschied zu hören. Dieses „Phänomen” hatte sich die Klasse 5b für den Tag der offenen Tür zum Thema gemacht: Es ist 9.40 Uhr und es strömen immer mehr Zuschauer in das Klassenzimmer 003 des Schulgebäudes. Für die Klasse 5b beginnt gleich der große Auftritt, auf den lange Zeit hingearbeitet wurde; große Aufregung liegt im Raum. Punkt 9.45 Uhr wird die Tür des Klassenzimmers geschlossen und die Englischlehrerin der Klasse, Frau Hüper, tritt vor, um begrüßende Worte an das erwartungsvolle Publikum zu richten. Noch ein letzter Moment zum tiefen Durchatmen für die jungen Schüler und das Schauspiel rund um Schulbeginn, Poltergeist Prunella und einen Banküberfall beginnt. Begleitet werden die Schüler von ihren selbst bemalten Küchenrollen, ein bunt gemischtes Theater mit Schauspiel, Gesang, Puppentheater und einer mutigen Tanzeinlage. Zwar lief nicht alles wie geplant, aber die Klasse bewies, dass sie mit kleinen Patzern umgehen kann. Als dann nach 20 Minuten der verdiente Beifall ertönte, konnte man den Schülern ihre Erleichterung und ihren Stolz über das gelungene Theater vom Gesicht ablesen.

Mr Bean in the Library

Um 11.30 Uhr startete das 15minütige Schauspiel „Mr Bean in the Library” im Raum 003. Dies war ein Sketch, den ein Teil der Klasse 9a unter der Leitung von Herrn Hauser, der bei uns Englisch und Gemeinschaftskunde unterrichtet, vorführte. In dem Sketch besuchte der von einer Schülerin dargestellte Mr Bean die Bibliothek. Eine Seite des Buches, das er sich auslieh, malte er versehentlich an. Er überlegte leicht panisch, wie er dieses Missgeschick vertuschen und ungestraft davon kommen könnte. Der Bibliothekar zog seine Runden und schaute allen anderen Besuchern über die Schulter, so auch Mr Bean. Allem Anschein nach bemerkte der Bibliothekar nichts von Mr Beans Missgeschick. Als einige Minuten später der Bibliothekar vermelden ließ, dass es Zeit sei zu gehen, tauschte Mr Bean mit einem ihm gegenüber sitzenden Besucher das Buch, als dieser für einen Augenblick unachtsam war. Am Ausgang gab Mr Bean dem Bibliothekar sein Buch – oder eher gesagt das Buch seines Nachbarn – ab. Der Bibliothekar blätterte das Buch durch und fand erwartungsgemäß keine Schäden. Daraufhin verließ Mr Bean die Bibliothek. Sein Nachbar dagegen gab das verunstaltete Buch ab, woraufhin er Ärger bekam. Das Stück war Teil einer Unterrichtseinheit zum Thema „Britischer Humor”.

Bericht über den USA-Austausch mit der Fort Dodge Senior High School in Iowa

Im Beratungsraum auf dem ersten Treppenabsatz konnten sich die Besucher über den USA-Austausch der Klassenstufe 10 informieren. Drei Schülerinnen, die an dem Austausch teilgenommen hatten und somit letzten Herbst bereits Tag der offenen Tür 2011in Fort Dodge und Chicago waren, berichteten zweimal über den Austausch. Sie hatten den Vortrag in drei Teile aufgeteilt: Eine Schülerin übernahm Vorbereitung und Rückaustausch, die anderen beiden teilten sich den Besuch in Fort Dodge und in Chicago. Die erste Präsentation um 10.15 Uhr wurde auf Deutsch gehalten, die zweite um 11.15 Uhr auf Englisch. Dadurch, dass die zweite Präsentation auf Englisch gehalten wurde, konnten die Besucher sehen, inwiefern sich der Aufenthalt in Amerika auf die Sprachkenntnisse der Schülerinnen ausgewirkt hat. Des Weiteren konnte man sich zwischen 10 und 12 Uhr durchgehend bei den Referentinnen informieren und gezielte Fragen zu dem Austausch und den Erfahrungen, welche dieser mit sich gebracht hat, stellen.

Der Sportparcours

Die Klasse 8b hatte mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Oestreich und Frau Krischke einen Sportparcours in der Halle des Gymnasiums aufgebaut. Verschiedene Stationen wie zum Beispiel ein Trampolin vor dem Basketballkorb luden zu Spiel und Bewegung ein. Hier konnten sich die Jüngeren auch austoben, während sich ihre Eltern zur Beratung in anderen Fachräumen aufhielten. Zur Erfrischung gab es im Eingangsbereich selbstgemachte Smoothies.

Forschen in der Biologie

Im Biologiesaal durften die Viertklässler ihrer Experimentierfreude freien Lauf lassen. Dieses Jahr ging es um den Nährstoffnachweis in Nahrungsmitteln. Getestet wurden z.B. Apfel, Banane, Butter, Hühnerei, Kartoffel. Jeder Besucher bekam sein eigenes Forschungsprotokoll, um das neu entstehende Wissen zu protokollieren. Dabei standen viele ältere Schüler für Hilfe zur Verfügung und erklärten, was genau zu tun war, bzw. warum man es tat. Also konnte es los gehen! Die zukünftigen Fünftklässler gingen von Station zu Station und vertieften sich ganz in ihre Arbeit. Die Nahrungsmittel wurden durch verschiedene Methoden mit verschiedenen Nachweismitteln auf die jeweiligen Nährstoffe getestet. Diese konnte man an der Verfärbung des Nachweismittels genau definieren. So verfärbte sich das Nachweismittel bei einem hohem Eiweißgehalt z.B. gelb, während es bei einem großem Zuckergehalt die Farbe Orange annahm. Die kleinen Forscher stellten z.B. fest, dass Bananen Vitamin C, Kartoffeln viel Stärke, Eier sehr viel Eiweiß und Butter viel Fett enthalten. Insgesamt war auch dies ein sehr kurzweiliger Programmpunkt.

Piratenüberfall und das Urteil des Paris auf Lateinisch

Das Theaterstück „Der Piratenüberfall”, welches von der Klasse 5a mit Herrn Höfele einstudiert war, orientierte sich inhaltlich am Lesestück des Lateinunterrichts. Hauptpersonen waren Quintus und Flavia. Den August verbringen beide auf dem Landgut ihrer Familie. Da diese nicht weit voneinander entfernt sind, haben Quintus und Flavia vor, ihre Ferien gemeinsam zu verbringen, worauf sie sich sehr freuen. Dann unterbricht jedoch ein Zwischenfall die gemeinsamen Ferien, Flavias Vater, ein Stadthalter, muss nach Kreta, die ganze Familie muss schnell aufbrechen. In Kreta angekommen werden Flavia mit ihrer Familie und die anderen Bürger von Kreta von Piraten überfallen. Mit einem angsteinflößenden Schlachtruf und passender Musik im Hintergrund greifen die Piraten an und es wird gekämpft. Das Publikum begeisterte sich jedoch nicht nur für die Geschichte, die das Stück erzählte, sondern vor allem auch für das schauspielerische Talent der Fünftklässler. Einwandfrei konnten die Schüler ihre Texte auswendig und schafften es auch noch, die lateinischen Wörter und Sätze gekonnt zu betonen, was nebenbei bemerkt selbst uns „alten Lateinern” manchmal noch etwas schwer fällt. Auch mit ausgeprägter Gestik und Mimik brachten die kleinen Römer und Piraten den Inhalt verständlich herüber, denn auch die Leute, die keine Kenntnisse in Latein besaßen, schienen dem Geschehen leicht folgen zu können. Dazu trug auch bei, dass jede wichtige Handlung abschließend auf Deutsch zusammengefasst wurde. Außerdem wurde das Theaterstück durch Kostüme, viele Requisiten, Hintergrundmusik und Bühnenbild veranschaulicht und abgerundet. So trugen die Piraten beispielsweise Kopftücher, Augenklappen, kaputte Hosen und waren barfuß und die Römer dagegen waren gepflegter und mit Togen bekleidet. Die Kulisse ist ihnen ebenfalls sehr gut gelungen, denn Tische, Stühle und Tücher stellten das Piratenschiff dar und am Overheadprojektor wurde eine römische Landschaft abgebildet. Man konnte erkennen, dass die Schüler sehr viel Zeit und Übung in dieses Stück investiert hatten. Diese Mühe wurde auch mit großem Applaus von Seiten des Publikums und einem stolzen Herr Höfele belohnt. Ein sehr gelungener Auftritt der Fünftklässler! Auch die Klasse 6 konnte mit einem lateinischen Theaterstück glänzen. Leider waren alle unsere Journalisten während der Aufführungszeiten anderweitig beschäftigt, daher hier nur diese kurze Erwähnung.

Anekdoten aus dem antiken Griechenland – Eitelkeit und die List einer Frau

Die Oberstufengruppe des Tag der offenen Tür 2011Fachs Griechisch stellte nicht nur ausführlich die berühmtesten Menschen und die Kultur der alten Griechen unter Leitung von Herrn Bode vor, sondern auch eine Geschichtenerzählung und eine Anekdote zu Herodot in Form einer Theateraufführung. Die erste Aufführung trug den Titel „Schlacht von Salamis – Eine Frau kämpft mit List”, ein gelungenes kurzes Theaterstück, in dem Esther Geiselhart den achämenidischen Großkönig Xerxes I und Jasmin Hochstuhl die Beraterin des Herrschers, Artemisia, sehr gut Tag der offenen Tür 2011spielten. Verena Lauster half den Zuschauern als Erzähler beim Verständnis. Das Theaterstück wurde nämlich nicht nur auf deutsch, sondern auch mit einigen griechischen Aussagen vorgetragen. König Dareios hatte, nach der verlorenen Schlacht bei Marathon, immer noch vor, die griechischen Stadtstaaten in das persische Reich einzugliedern. Doch Dareios starb noch während der Schlachtvorbereitung. Infolgedessen übernahm sein Sohn Xerxes die Leitung und führte die Schlacht gegen die Griechen, obwohl ihm seine Beraterin Artemisia davon abrät. Nachdem Xerxes die Entscheidung für die Schlacht getroffen hat, beteiligt sich aber auch Artemisia an der Schlacht und überlistet die Gegner mit einer spontanen Strategie. Dadurch gewinnt sie Ansehen beim König und rettet ihr eigenes Leben. Der zweite Teil der Aufführung, die Anekdote, wurde von Sebastian Eichelberger, Julius Herzog und Vincent Scheumann bestritten. Der Kroisos, der König von Lydien, sammelte Reichtum an und wird in dieser Geschichte als eitel beschrieben. Tag der offenen Tür 2011Als einer der sieben Weisen ihn besucht, Solon, fragte Kroisos diesen, welche Männer er für die glücklichsten der Welt hält. Entgegen Kroisos' Erwartung zählt Solon seinen Namen jedoch nicht auf. Ein Leben könne erst als glücklich bezeichnet werden, wenn man es auch in einem glücklichen Zustand vollende. Kroisos ist arrogant und ignoriert Solons Worte. Er entlässt seinen vorher großzügig eingeladenen Gast. In der Folge wird Kroisos von vielen Schicksalsschlägen getroffen und steht schließlich kurz davor, einen Feuertod zu sterben. Da bemerkt er, dass Solon recht hatte und ruft nach ihm. Gott Apollon löscht das Feuer, als er hört, dass Kroisos eingesehen hat, dass er falsch lag. In dem Grichischraum lagen Bücher und Plakate über Herodot aus, es wurde auch ein Powerpoint-Quiz angeboten. Viele interessierte Eltern, Lehrer, und Schüler besuchten den einladenden Raum.

Chemische Experimente für jedermann

Wer kennt es nicht, das Himbeereis vom Gymnasium Hohenbaden! Wenn man an den Tag der offenen Tür des Hoba denkt, ist einer der Höhepunkte in jedem Jahr sicher die bekannte Chemie-Show. Jedoch ist diese Delikatesse nicht das einzige, was die Chemiker am Tag der offenen Tür zu bieten haben. Gleich im Raum nebenan, dem Chemiepraktikum, hatten unsere Gäste unter Leitung von Herrn Knoch, Frau Dr. Götz-Herm und Schülerinnen und Schülern der Kursstufe 1 den ganzen Tag über Gelegenheit, Experimente auf eigene Faust durchzuführen. Dabei konnten die Grundschüler einen Blick in die bunte Welt der Chemie werfen und im Farbengarten die verschiedensten Kunstwerke erschaffen. Dazu bedienten sie sich der Utensilien der Chemie wie des Erlenmeierkolbens, in dem Flüssigkeiten wie von Geisterhand ihre Farbe wechselten, oder machten sich mit Filterpapier ans Werk, um mit Farbpigmenten und Wasser bezaubernde Effekte zu erzielen. Wer nicht schon mit seinem Farbenspiel beschäftigt war, konnte in kleinen Gefäßen Farben in einer Flüssigkeit zu Gebilden werden lassen, die nicht selten den Anschein kleiner Pflanzen hatten. Somit war für Fans der Chemie am Hoba die ganze Zeit über etwas geboten.

Tag der offenen Tür 2011 Tag der offenen Tür 2011

 

 

Feuer und Eis

Wie immer fand von 11.30 bis 12 Uhr in unserem Chemiesaal die vom vierstündigen Kurs der Jahrgangsstufe 1 präsentierte Chemie-Show „Feuer und Eis” statt. Der Saal war erwartungsgemäß sehr gut besucht. Der Name ist Programm. Nach der Begrüßung durch Herrn Knoch wurden viele äußerst sehenswerte Experimente dargeboten. Die Hauptbestandteile der Show waren interessante Versuche mit Wasserstoff, wie zum Beispiel der Glimmspanprobe im ersten Teil, und die meiner Meinung nach spektakuläreren Experimente mit flüssigem Stickstoff im zweiten Teil. Alle Kinder waren von den Experimenten hellauf begeistert, doch auch für die Erwachsenen ist diese Vorführung immer wieder faszinierend. Flüssiger Stickstoff hat eine Temperatur von -196° Celsius und eignet sich dazu Luftballons schrumpfen zu lassen, Bananen schockzugefrieren, auch ein Geysir wurde erzeugt. Gegen 11 Uhr 55 wurde dann, endlich!, das mit dem Stickstoff hergestellte Himbeereis an die Zuschauer verteilt. Dabei wurde das Menschengedränge um die Arbeitsfläche so groß, dass es, wenn man auf keinem Stuhl oder Tisch stand, schwer war, überhaupt etwas zu sehen, geschweige denn ein brauchbares Foto zu machen. Doch wer leer ausging, der sei getröstet: Im nächsten Jahr gibt es sicher wieder Himbeereis!

Haben wir etwas oder jemanden vergessen?

Mit Sicherheit. Zum Beispiel den PC-Raum. Hier gab es „Die Welt der Bits und Bytes” mit Frau Wohlmannstetter und Informationen zum Fach Informatik durch Herrn Wagner. Und hier stellte sich auch die Mathematik-AG unter Leitung von Frau Ramin vor. Und den Bücherflohmarkt. Und und und. Zum Beispiel Frau Oestreichs Workshop English Drama mit der wunderbar inszenierten „Horror School”. Davon haben wir aber wenigstens Bilder:

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Viele von uns waren selbst in zahlreichen Projekten aktiv und hatten dann noch als Reporter mehrere Aufführungen zu besuchen. Mehr ging einfach nicht. Und so konnten wir hier natürlich – trotz aller Ausführlichkeit – wieder einmal nur einen Ausschnitt zeigen. Wie im richtigen Leben eben.