Klasse 10b im Festspielhaus Baden-Baden

Concertgebouworchester - Jean-Yves Thibaudet und Andris Nelson

Vor dem Konzert trafen sich unser Musiklehrer Herr Fessler und wir, die Klasse 10b im Foyer des Festspielhauses. Schon vor Beginn der Vorstellung schwärmten bereits zahlreiche Besucher ein.
Das Konzert fand vor ausverkauftem Haus statt. Wir saßen in der zweiten und dritten Reihe im Parkett rechts, also direkt vor der Bühne, sodass wir Musik und Künstler hautnah miterleben konnten.
Im ersten Teil des Konzerts fand eine Aufführung von Peter Iljitsch Tschaikowskys Fantasie-Ouvertüre „Romeo und Julia“ und von Camille Saint-Saens 5. Klavierkonzert in F-Dur op.103 statt. Die Musiker bestanden aus dem Concertgebouworchester, Jean-Yves Thibaudet als Pianisten und dem Dirigenten Andris Nelson. Besonders beeindruckend war das Klavierspiel von dem berühmten französischen Pianisten Jean-Yves Thibaudet, den wir in der Pause treffen konnten. Zu Beginn der Pause führte uns Frau Singer, die Bildungsreferentin im Schulprojekt „Kolumbus“, hinter die Kulissen in die Bühnenräume, in denen sich die Künstler ein wenig ausruhten. Außer uns waren noch ein paar andere Schüler da, die auch die Möglichkeit hatten, mit Jean-Yves Thibaudet persönlich zu sprechen.
Thibaudet zeigte sich unseren Fragen sehr aufgeschlossen und gab sich viel Mühe, sie zu beantworten, meistens auf Englisch, aber auch auf Deutsch, da seine Mutter aus Deutschland kommt.
Er fing mit fünf Jahren aus eigenem Willen an, Klavier zu spielen und wurde bald sehr erfolgreich, sodass er mit zwölf Jahren dem Pariser Konservatorium beitrat.
Seine Eltern, erzählte er, hätten ihn immer unterstützt, aber nie zu irgendetwas gedrängt. Seine Kindheit und Jugend, verlief, trotz des frühen Erfolges relativ stressfrei und entspannt.
Auf seinen Konzertreisen hat er viele Städte besucht, in denen er sich oft sehr wohlgefühlt hat, unter anderem Baden-Baden.
Jean-Yves Thibaudet wohnt in Paris und Los Angeles und bemüht sich, trotz des belebten Pianistenalltags ein normales Leben zu führen und Zeit für die Leute aufzubringen, die ihm wichtig sind.
Am Schluss machte Herr Fessler noch ein Gruppenfoto von uns und dem berühmten Pianisten, das auch auf unserer Homepage zu sehen ist.
Nach der Pause begann dann die Aufführung von Strawinskys „Petruschka“, ein Ballett, das wir auch im Unterricht schon ausführlich behandelt und Auszüge davon selbst gespielt haben, wenn auch mit veränderter Besetzung.
Es war sehr interessant, die einzelnen Motive im Konzert wiederzuerkennen. Das Konzert endete mit sehr viel Applaus und sehr zufriedenen Zuhörern. Beim Hinausgehen erhielten die Damen unter uns zum Abschied je eine Rose. Es war für uns alle ein sehr schöner Abend - vielen Dank an Herrn Fessler, der das für uns organisiert hat.

Isabelle Bender, Klasse 10b